Zu Beginn der Saison hatte er bereits verkündet, dass dies seine letzte Spielzeit auf dem Eis werden würde, nun sucht er nach sieben erfolgreichen Jahren beim Höchstadter EC eine neue Herausforderung beim ESV Kaufbeuren und will dort den Weg vom erfolgreichen Eishockeyspieler und Spielertrainer zum Trainer gehen.
Jun kam im Sommer 2011 vom EHV Schönheide nach Höchstadt, der HEC war gerade erst überraschend aus der Bayernliga in die Landesliga abgestiegen. Von Anfang an hatte er klare Vorstellungen und brachte sofort frischen Wind in den Verein. Seine sportlichen Ziele bei Amtsantritt waren die Rückkehr der Alligators innerhalb von zwei Jahren in die Bayernliga und irgendwann mit dem HEC sogar in der Oberliga zu spielen. Die BEL-Rückkehr klappte gleich auf Anhieb, in der 2. Saison zog man als Aufsteiger bereits in die Playoffs der Bayernliga ein. Es folgten sehr erfolgreiche Jahre, die Mannschaft wurde von Jahr zu Jahr sinnvoll verstärkt, der Zusammenhalt im Team war immer die große Stärke.

Daniel, hast Du Dich selbst auf die Suche nach einer neuen Herausforderung gemacht oder war das Angebot des ESV Kaufbeuren eine Chance bei der Du einfach nicht "Nein" sagen konntest?

Ich habe mich aus Höchstadt nie wegbeworben, aber natürlich immer Angebote bekommen... Kaufbeuren ist ein Traditionsverein und bietet für mich eine hervorragende Zukunftsperspektive um mich als Profitrainer weiterzuentwickeln. Ich werde dort Cheftrainer im Nachwuchsbereich, organisiere den Trainingsbetrieb und trainiere die DNL-Mannschaft.

Was nimmst Du aus sieben Jahren Höchstadt mit nach Kaufbeuren?

Als Trainer lernt man in jedem Spiel und in jedem Training und muss immer versuchen sich zu verbessern. Ich bin sicherlich ruhiger geworden, der direkte Weg und deutliche Worte sind mir aber immer noch am liebsten.

Ich hatte hier mit dem Verein erfolgreiche Jahre und dafür will ich mich auch bei vielen Leuten bedanken! Dazu gehören natürlich Axel Rogner und Jörg Schobert und die gesamte Vorstandschaft, die mir immer Vertrauen geschenkt und mir freie Hand in meiner Arbeit gelassen haben, viele Freunde die ich in Höchstadt gefunden habe und der gesamte Nachwuchsbereich... Mich von den Kindern zu verabschieden fällt mir sehr schwer!

Im selben Jahr wie ich haben auch die Fanatics in Höchstadt angefangen den Verein zu unterstützen. Auf diese, aber auch die anderen Fans aus Höchstadt und die Unterstützung die sich in der Region gebildet hat kann der Verein sehr stolz sein.

Und natürlich muss ich mich auch bei meinem Team bedanken! Sie haben oft harte Worte einstecken müssen, aber dafür waren wir auch immer erfolgreich zusammen!

Sieben Jahre Schönheide, sieben Jahre Höchstadt, was machst Du 2025 wenn wieder sieben Jahre vorbei sind?

Von Anfang an, schon als ich damals mit 18 Jahren nach Deutschland gekommen bin, hab ich meine Zukunft immer im Eishockey gesehen! Ich will mich jetzt weiterbilden und so lange wie möglich als Profitrainer aktiv sein.

Wann beginnt für Dich Deine neue Aufgabe in Kaufbeuren?

Kaufbeuren beginnt für mich am 1. Mai, ich wollte diese Entscheidung jetzt vor Weihnachten treffen, damit der Verein genug Zeit für die Suche nach einem neuen Trainer hat und auch damit ich dann den Kopf für die Playoffs frei habe. Die Saison in Höchstadt endet erst mit dem letzten Spiel! Wir konzentrieren uns jetzt auf unsere Ziele, Abschied können wir danach feiern.

 

"Die 550 Punkte krieg ich noch voll", lacht Jun, der bisher 244 Spiele für die Höchstadt Alligators bestritt und 539 Scorerpunkte durch 177 Tore und 362 Vorlagen sammelte. Als sportliche Höhepunkte sowohl als Spieler als auch als Trainer sind 2012 der sofortige Wiederaufstieg in die Bayernliga, 2015 und 2016 der Einzug ins Finale um die Bayerische Meisterschaft und die Saison 2016/2017 mit den Alligators in der Eishockey-Oberliga zu nennen. Diesen Highlights soll nun in wenigen Wochen noch der Gewinn der Bayernliga-Meisterschaft und der sofortige Wiederaufstieg in die Oberliga folgen.

"Ich kann Daniel für die letzten sieben Jahre nur danken! Für die Zusammenarbeit, für seinen Einsatz und alles was er für den Verein gegeben hat. Er kam als Trainer aber geht als Freund!" blickt Sportvorstand Jörg Schobert auf die gemeinsame Zeit zurück und erklärt wie es nun für den Höchstadter Eishockeyclub weitergeht: "Wir werden aktiv auf mögliche Kandidaten zugehen, aber lassen uns natürlich auch von den Bewerbungen überraschen. Vielleicht will jemand die Herausforderung annehmen mit dem wir gar nicht gerechnet haben...!"

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