Schon wieder spielfrei. Leider. Nach dem Rückzug des ESV Königsbrunn vor zwei Wochen ist das ohnehin bereits reduzierte Feld der BEL von 15 auf 14 geschrumpft und gleich zwei Teams pro Spieltag haben spielfrei.

An diesem Wochenende trifft es die Höchstadt Alligators. Ein Zustand, der nicht nur die Fans enttäuscht, sondern auch die Finanzverantwortlichen der Vereine, die mit einem Heimspiel weniger kalkulieren müssen.
Umso wichtiger wird da die Partie der Panzerechsen an diesem Freitag beim Tabellenvorletzten aus Germering.

Wie schon im Hinspiel, als die Höchstadter sich lange gegen die kampfstarke Truppe aus dem Münchner Westen schwer taten und das erste Drittel mit 0:1 verloren, wartet auf die Alligators wieder ein unangenehmer Gegner, der nicht allein an der Tabellenplatzierung gemessen werden darf. Am besten sieht man das an den Ergebnissen der Wanderers in den letzten Wochen.

In Peißenberg verloren sie das „Derby“ nur knapp mit 2:3 und auch gegen Memmingen konnte man sich zuletzt mit 1:3 gut aus der Affäre ziehen. Gegen Lindau folgte einer deutlichen 1:8 Heimniederlage ein 1:2 Auswärtserfolg. Die Juntruppe dürfte aber vorgewarnt sein, schließlich trafen die Alligators am vergangenen Sonntag auf einen ähnlichen Gegner.

In Nürnberg hatte das Team von der Aisch auch mit einer jungen motivierten Truppe zu tun, die schon davor gezeigt hatte, dass Potential in ihr steckt und nur wenig gefehlt hat um einen Erfolg einzufahren. Gegen die „Achtziger“ hat es viel Energie gekostet, am Ende als Sieger da zu stehen. Durch zu einfache Gegentore hielt man selbst die Nürnberger im Spiel, die nach dem zwischenzeitlichen 3:6 schon geschlagen schienen. Gegen die Oberbayern wollen die Höchstadter einiges besser machen und Spielertrainer Daniel Jun, der am vergangenen Wochenende mit der taktischen Disziplin seiner Truppe haderte, wird unter der Woche die richtigen Worte gefunden haben, um seine Mannen auf den kommenden Gegner einzustellen.

Schließlich soll der Vorsprung auf Platz elf weiter mindestens gehalten werden, das kann aber nur durch absoluten Zusammenhalt der kompletten Mannschaft erreicht werden, wie der Sportliche Leiter, der Spielertrainer und der Kapitän unisono betonen. Nach der Rückkehr von Pavel Weiß, der gegen Nürnberg gleich doppelt traf, können die Alligators einen weiteren Neuzugang präsentieren: „Wir haben das Rennen um ein weiteres, hoffnungsvolles Talent gewonnen. Leider können wir seinen Namen noch nicht verraten, da der Spieler noch bis Ende Dezember bei seinem aktuellen Verein unter Vertrag steht“, erklärt der Sportliche Leiter Jörg Schobert. Diese Ergänzung des Kaders ist mit Blick auf die kommenden Aufgaben für die Alligators auch durchaus sinnvoll. Nach der Partie gegen Germering werden die Herausforderungen für die Alligators nämlich nicht leichter. Die folgenden Gegner heißen Bayreuth, Miesbach, Waldkraiburg und Moosburg. Drei der Teams sind direkte Konkurrenten im Kampf um die Teilnahme an der Meisterrunde. Nach diesen Spielen werden die Höchstadter wahrscheinlich besser wissen wohin der Weg in dieser Saison geht. Das Ziel heißt nach dem aktuellen Tabellenstand aber ganz klar: Teilnahme an der Meisterrunde.

Der Hauptfokus liegt aber natürlich erst einmal auf dem Heimderby gegen die Tigers. Die Bayreuther traten in den vergangenen Wochen zwar bei weitem nicht so souverän auf, wie etwa Tabellenführer aus Sonthofen und müssen mit einigen Verletzungssorgen kämpfen. Nach den Allgäuern sind sie aber das mit Abstand stärkste Team der Bayernliga und wollen sich gegen den Lokalrivalen  natürlich keine Blöße geben. Wie man die Tigers schlagen kann, haben die Piraten Buchloe gezeigt, die zum Angstgegner der Oberfranken geworden sind. Beide Spiele verloren die Wagnerstädter. Aber auch die Alligators hätten in der Begegnung in Bayreuth einen Punkt entführen können und auch hier darf die Begegnung gegen Nürnberg als Beispiel dienen. Derbys haben ihre eigenen Gesetze und die Panzerechsen sind heiß im Derby, vor eigenem Publikum und einer vollen Hütte die Sensation gegen den Favoriten zu schaffen.

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